Handreichung der Stiftung Lesen
In einer Zeit, in der demokratische Werte und Prinzipien „zunehmend herausgefordert werden [sind ] [n…]icht nur Erwachsene […] Ausgrenzung und Diskriminierung ausgesetzt, Erfahrungen dieser Art gehören ebenfalls zum Alltag vieler Kinder und Jugendlicher. Laut aktuellen Zahlen nehmen Antisemitismus und Rassismus stark zu – dies ist ein ernst zu nehmendes Problem, auch an Schulen.“ (Stiftung Lesen 2023).
Die vorliegende Broschüre wurde gemeinsam mit der Bildungsstätte Anne Frank konzipiert. Sie möchte pädagogische Fachkräfte an Schulen oder außerschulischen Einrichtungen dabei unterstützen, rassistisches Verhalten in Gruppen aufdecken, einordnen und adäquat darauf reagieren zu können – und einem solchen Auftreten langfristig vorzubeugen. Ein umfangreiches Arbeitsmaterial bietet Möglichkeiten, einen diversitätsorientierten und rassismuskritischen Umgang in der eigenen pädagischen Arbeit zu entwickeln.
Schule als Institution ist dazu verpflichtet, Diskriminierung zu verhindern – auf allen Ebenen. Gerade zur institutionellen Diskriminierung an Schulen gibt es eine lange Tradition der Auseinandersetzung, während die Vermeidung von interpersoneller Diskriminierung (Diskriminierung, die in der Interaktion zwischen Menschen stattfindet) oft einfach als pädagogischer Auftrag an die Lehrkräfte weitergegeben wird. Dieser Auftrag hat eine enorme Bedeutung, wenn man bedenkt, dass (Alltags)Rassismus – wie Verletzungen durch Sprache in Form von Beschimpfungen und Schimpfwörtern, Ausschlüsse, Othering und Mikroaggressionen – massive Auswirkungen auf die Betroffenen hat. (Stiftung Lesen 2023)

Text: Stefan Applis (2025) unter engem Bezug auf Stiftung Lesen (2023)
Titelbild: Stiftung Lesen (2023)
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