doing geo & ethics

ethische Fragen im Unterricht behandeln

Nachhaltigkeitsdilemmata – The Future we want

The Future we want – Die große Transformation

Viele Fragen im Zusammenhang mit Nachhaltigkeitsthemen sind heftig umstritten und es ist für die meisten Menschen schwer, sich diesbezüglich Orientierung zu verschaffen. Dabei wissen wir, meinen manche, doch genug, um klar Position zu beziehen. Dennoch ist es herausfordernd, die Komplexität der Zusammenhänge nicht nur zu überschauen, sondern auch zu reduzieren, Ordnung in die Zusammenhänge zu bringen. Die Deutsche Bundestiftung Umwelt fördert deshalb Projekte, die Nachhaltigkeitsdilemmata als Bildungsanlass und den Umgang mit Unsicherheiten als Bildungsziel stärker in der Schule verankern. Hierzu sind Schulfächer wie Geographie und Philosophie/Ethik zentrale Schlüsselfächer.

In jüngster Zeit hat Thomas Hoffmann (2018a,b) einen innovativen didaktisch-methodischen Zugang speziell im Kontext von BNE entwickelt, der sich „Die Zukunft, die wir wollen“ nennt: Gehen Lerneinheiten nicht vom Problem, sondern von der intensiven Erörterung eines Lösungsansatzes aus, meint Hoffmann, befinden sich alle Beteiligten gleichsam von Anfang an im konstruktiv-positiven, lösungsorientierten und eben nicht im problembetonenden, frustrierenden Denkmodus.

Ein Beitrag von Eva Marie Ulrich-Riedhammer

Ethisches Fragen – lösungsorientiert und konkret

Was bedeutet ‚lösungsorientierte Didaktik‘? Die lösungsorientierte (Geographie-)Didaktik nach Hoffmann (2018a,b) geht nicht vom Problem aus, sondern von der Lösung. Von dort aus fragt sie dann kritisch, welches Problem damit gelöst […]

Ein Beitrag von Stefan Applis

#DBUdigital Online-Forum „Die große Transformation“

Nachhaltigkeitsdilemmata und Umgang mit Unsicherheiten – Aktivitäten der DBU im Rahmen der UNESCO-Programme Am 21. Juni fand die digitale Auftaktveranstaltung zur DBU-Ausschreibung „Die große Transformation – Nachhaltigkeitsdilemmata und Umgang mit […]

Innerhalb des von der Geographiedidaktik der Universität Münster getragenen Projektes unter Leitung von Rainer Mehren, Marie Ulrich-Riedhammer und Stefan Applis werden in den kommenden drei Jahren Unterrichtsmaterialien und didaktische Reflexionen zum Ansatz „The Future we Want“ entwickelt, die zunächst auf „doinggeoandethics“ veröffentlicht werden, damit sie möglichst schnell vielen Lehrkräften zugänglich sind. Am Ende des Projektes werden die Materialen nach Themen sortiert und in Arbeitsheften zur Verfügung gestellt.

Ein Beitrag von Eva Marie Ulrich-Riedhammer

Vor allem mittels einer Distance Learning-basierten Aus- und Fortbildungsstrategie kann eine möglichst große Verbreitung von Unterrichtsmaterialien erreicht werden. So können Lehrkräfte unterstützt werden, auf der Basis der Aus- und Fortbildungen eigenständig analoge Unterrichtsarrangements
zu entwickeln bzw. bestehende zu optimieren. Letztlich ist das übergeordnete Ziel, möglichst viele Schüler*innen im Geographieunterricht in einem konstruktiven Umgang mit Unsicherheiten im Zusammenhang von Nachhaltigkeitsfragen zu stärken und sie zur Mitwirkung an kooperativen und
kollaborativen Lösungsansätzen zu befähigen und zu motivieren.

Prof. Dr. Rainer Mehren, Georgraphiedidaktiker an der Westfälischen Wilhelmsuniversität Münster

Literaturempfehlungen:

Hoffmann, T. (2018a). TERRA Globale Herausforderungen 1. Die Zukunft, die wir wollen. Stuttgart: Klett.

Hoffmann, T. (2018b). Gerüstet für die Zukunft. Aufgaben des Geographieunterrichts. Praxis Geographie 1, 4-9.

Mehren et al. (2015b). Die doppelte Komplexität geographischer Themen. Eine lohnenswerte Herausforderung für Schüler und Lehrer. Geographie aktuell & Schule Heft 216/37, 4-11.

Mehren, R. & Ulrich-Riedhammer, M. (2021). Der Kampf ums Ackerland. Faktische und ethische Komplexität im Kontext der Nachhaltigkeit. Praxis Geographie 3, 20-25.

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